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Veröffentlicht am 01.07.2010, 10:57 Uhr     Druckversion
Kommission will Verwaltungsaufwand für Landwirte senken

Erhebungen für Agrarstatistiken müssen vereinfacht werden

Brüssel/Kiel: Die Europäische Kommission strebt Vereinfachungen bei der Datenverarbeitung in der Landwirtschaft an.

Im Rahmen der für 2013 anstehenden Reform der gemeinsamen Agrarpolitik will sie „gegebenenfalls geeignete Anpassungen“ vorschlagen, was die von den Landwirten geforderte Senkung des ihnen entstehenden Verwaltungsaufwands bei den Agrarstatistiken betrifft. Das teilte der zuständige EU-Kommissar Darcian Cioloş der schleswig-holsteinischen SPD-Europaabgeordneten Ulrike Rodust auf Anfrage mit.

Gleichzeitig wies der Agrar-Kommissar in seiner schriftlichen Stellungnahme auf den unterschiedlich hohen Zeitaufwand für die Landwirte beim Ausfüllen der statistischen Fragebögen je nach Mitgliedstaat hin: Entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip läge die Auswahl der geeigneten Erhebungsverfahren bei den Mitgliedstaaten, die sich dann für Fragebögen auf Papier oder in elektronischer Form entscheiden könnten, die durch persönliche Befragung, telefonisch oder über das Internet ausgefüllt werden.

„Die umfangreichen Datenerhebungen in der Landwirtschaft führen zu einem nicht unerheblichen Arbeitsaufwand für die Landwirte“, so Rodust. Und: Zu den schon durchgeführten Erhebungen sollen nach Informationen des Deutschen Bauernverbands noch weitere hinzukommen.

„Jetzt sind sowohl die EU als auch die deutschen Stellen gefragt, den Arbeitsaufwand für die Landwirte so weit wie möglich zu reduzieren“ fordert Rodust. „Die europäischen Agrarstatistiken sind wichtig, nicht zuletzt auch für unsere Arbeit im Europäischen Parlament; sie sollten aber nicht dazu beitragen, dass die Produktion hochwertiger Lebensmittel hinter der Produktion aussagekräftiger Zahlen zurückbleibt.“

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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